Stationäre Wohngruppen

Unsere Stationären Wohngruppen bieten Mädchen und jungen Frauen, die Gewalt erlebt haben und wegen ihrer familiären Situation nicht in ihrem bisherigen Lebensumfeld bleiben können, ein geschütztes Lebensumfeld mit Rund-um-die-Uhr-Betreuung.

Zur Zeit bieten wir zwei Stationäre Wohngruppen für jeweils neun Mädchen beziehungsweise junge Frauen an: In VIO 1 leben die jüngeren Mädchen ab 6 Jahren, in VIO 7 wohnen Mädchen ab dem 12 Jahren. Wenn sie nicht in die Familie zurückkehren können, bleiben sie in der Wohngruppe bis zu ihrem Umzug in das Therapeutisch-Pädagogische Trainingswohnen.

Grundlagen unserer Arbeit in Wohngruppen

Wir arbeiten sowohl systemisch, ressourcen- und lösungsorientiert, als auch tiefenpsychologisch und traumazentriert. Mit unserem mädchenspezifischen Ansatz, der Beziehung, Verlässlichkeit, Struktur und emotionale Akzeptanz anbietet, wollen wir Mädchen und junge Frauen durch einen geordneten Tagesablauf und klare Regeln bzw. Konsequenzen bei Regelübertritten Orientierung, Halt und Sicherheit geben.

Wir wollen die Eltern in ihrer Rolle und Verantwortung stärken, beraten und unterstützen.

Wöchentliche Teamsitzungen, regelmäßige interne und externe Kinder- und Jugendpsychiatrische Fachberatungen sowie teamübergreifende Fallbesprechungen und Supervision stellen eine hohe fachliche Qualität sicher.

Pädagogisches Konzept

In unseren Wohngruppen werden die Mädchen

  • ganzheitlich im emotionalen, kognitiven, sozialen und körperlichen Bereich gefördert
  • durch Spielangebote, die das Entdecken, Erleben und Erforschen ansprechen, in ihrer Entwicklung unterstützt
  • mit dem Blick auf die individuelle seelische Verletzung unterstützt bei der Verarbeitung der jeweiligen Lebenssituation in ihrer Beziehungsgestaltung
  • in ihren sozialen Kompetenzen, ihrer Konfliktfähigkeit und Frustrationstoleranz gestärkt
  • gefördert in allen lebenspraktischen Bereichen des Alltags
  • ermutigt zu einem gesunden Ernährungs- und Lebensstil
  • bei den Hausaufgaben individuell betreut
  • zur sinnvollen Freizeitgestaltung motiviert
  • durch regelmäßige psycho- und reittherapeutische Angebote unterstützt

Wie sieht das Leben in einer Stationären Wohngruppe aus?

Bunt – aufregend – aber auch anstrengend
und manchmal ganz schön uncool!

Jedes Mädchen hat ein Einzelzimmer. Am Morgen wird geweckt, gefrühstückt und dann geht es in die Schule. Die Haushälterin kocht ein leckeres Essen, das gemeinsam eingenommen wird. Anschließend ist Zeit für Hausaufgaben, Spielen, Ausgehen, gemeinsames Abendessen, Fernsehen, wer will kann nochmals FreundInnen besuchen und dann ist schon Zu-Bett-Geh-Zeit!
Am Wochenende ist es entspannter, die Mädchen vergnügen sich bei einer erlebnispädagogischen Gruppenunternehmung. Heimfahrten sind monatlich möglich, Besuche der Angehörigen nach Absprache.

Das Team bilden fünf bzw. sieben Pädagoginnen / Erzieherinnen und eine Haushälterin in Vollzeit sowie eine Psychotherapeutin und eine pädagogische Leiterin mit jeweils 20 Wochenstunden (Betreuungsschlüssel Vio 1: 1: 1,8, Betreuungschlüssel Vio 7: 1 : 1,4).

Die Wohngruppen befinden sich jeweils in einem großen Haus in einem Wohngebiet mit guter Anbindung an alle Schulformen und verschiedene Freizeitangebote.